Verwaltungsdurchklick

Gewerblicher Güterverkehr

Für eine Geschäftstätigkeit im Güterverkehr benötigen Sie Lizenzen und Erlaubnisse, abhängig davon, welche Transporte Sie durchführen. Ebenso wie beim Personenverkehr müssen Berufskraftfahrer bestimmte Voraussetzungen erfüllen, die nachzuweisen sind.

Weiterhin sind Sondergenehmigungen für Gefahrguttransporte oder den Großraum- und Schwerlastverkehr, räumliche Sonderregelungen oder auch Fahrverbote und -einschränkungen zu beachten.

Da Pausen vorgeschrieben und wichtig sind: Unter Autohof-Guide finden Lkw-Fahrer eine Übersicht der deutschen Autohöfe. Die Vereinigung Deutscher Autohöfe e.V. vergibt den VEDA-Gütesiegel für besonders empfehlenswerte Autohöfe.

    Sie haben hier die Möglichkeit, sich über folgende Themen zu informieren:

  • Abfalltransporte (Kennzeichnungspflichten)

    Im neuen Kreislaufwirtschaftsgesetz, das am 1. Juni 2012 in Kraft getreten ist, wurde die Kennzeichnungspflicht neu geregelt. Abfalltransportfahrzeuge müssen demnach mit weißen Warntafeln (A-Schilder) versehen sein. Die Straßenverkehrsgenossenschaft ist unter anderem bei der Beschaffung dieser Schilder behilflich. Die Kontaktdaten der jeweiligen regionalen Ansprechpartner sind nach Eingabe der Postleitzahl auf der Webseite zu finden.

     

    Näheres zur Transportgenehmigung bei der Abfallentsorgung entnehmen Sie bitte der Unternehmenslage Gewerbeabfall.

  • Autokrane und Betonpumpen

    Für Abbruch-, Um- oder andere Baumaßnahmen werden oft Autokrane, Betonpumpen oder mobile Arbeitsbühnen benötigt. Für sie gelten ähnliche Bestimmungen wie für den übrigen Großraum- und Schwerlastverkehr. Obwohl Sie in der Regel keine Ladung besitzen, bedarf es einer Genehmigung nach § 70 Abs. 1 (StVZO) und einer Erlaubnis gemäß § 29 Abs. 3 (StVO) zur Durchführung von Fahrten mit diesen Fahrzeugen.

     

    Hinweis: Regional gibt es unterschiedliche Vorschriften und Genehmigungspraktiken für Autokräne und Betonpumpen, weshalb man sich frühzeitig mit der zuständigen Straßenverkehrsbehörde abstimmen sollte. Registrierte Antragsteller können auch das elektronische Registrierungs- und Anmeldeverfahren VEMAGS nutzen, um eine Genehmigung zu beantragen.

  • Berufskraftfahrer (Güterverkehr)

    Wer Fahrten im Güterverkehr zu gewerblichen Zwecken auf öffentlichen Straßen durchführt, benötigt zusätzlich zum gültigen Führerschein mit den eingetragenen Fahrerlaubnisklassen C1, C1E, C oder CE (Lkw) auch einen Nachweis der Grundqualifikation. Die exakten Regelungen enthält das Berufskraftfahrer - Qualifikationsgesetz (BKrFQG).

     

    Im Rahmen der Grundqualifikation werden besondere tätigkeitsbezogene Fertigkeiten und Kenntnisse (z.B. Technik, Verkehrssicherheit, rationeller Kraftstoffverbrauch, Lenk- und Ruhezeiten, Gesundheit) vermittelt. Darüber hinaus hat man die Pflicht, seine Kenntnisse nach fünf Jahren im Rahmen einer Weiterbildung aufzufrischen.

     

    Für Gefahrgutfahrer gelten weitergehende Regelungen, unter anderem müssen sie im Besitz eines Gefahrgutführerscheins sein.

  • Gefahrguttransporte

    Wer in Deutschland gefährliche Güter mit LKWs befördert, muss gewisse Bestimmungen beachten, insbesondere in Bezug auf Verpackung und Kennzeichnung der Ladung. Darüber hinaus benötigen Gefahrgutfahrer einen Gefahrgutführerschein, die sogenannte "ADR-Bescheinigung", um einen entsprechend beladenen Lkw fahren zu dürfen. Die ADR-Bescheinigung stellt die Deutsche Industrie- und Handelskammer (IHK) nach erfolgreicher Teilnahme an einer Schulung und anschließend bestandener Prüfung aus. Sie ist in der Regel fünf Jahre gültig.

     

    Hinweis: Ab dem 1. Januar 2013 werden die bisherigen Papierführerscheine durch Scheckkarten (ADRCard) ersetzt.

  • Genehmigungen für Luft- und Schiffverkehr

    Um gewerblich Güter in der Luft oder auf Gewässern zu transportieren, sind ebenfalls bestimmte Genehmigungen einzuholen. Welche diese sind, entnehmen Sie bitte nach Ortseingabe Ihres Firmensitzes den unten stehenden Leistungsbeschreibungen für Ihr Bundesland.

  • Güterkraftverkehr

    Sie wollen gewerbsmäßig Transporte mit Fahrzeugen durchführen, deren zulässiges Gesamtgewicht mehr als 3,5 Tonnen beträgt? Hierfür benötigen Sie eine Gemeinschaftslizenz (EU-Lizenz) oder eine nationale Güterkraftverkehrserlaubnis.

     

    Sowohl die Lizenz als auch die Erlaubnis werden für die Dauer von zehn Jahren erteilt. Die Lizenz ist nach Ablauf erneut zu beantragen und gilt wiederum für zehn Jahre. Die Erlaubnis hingegen kann nach der neuerlichen Beantragung unbefristet erteilt werden. Allerdings ist alle zehn Jahre zu überprüfen, ob die Berufszugangsvoraussetzungen nach wie vor erfüllt sind.

  • Großraum-/Schwerlastverkehr

    Wenn Sie am Straßenverkehr mit einem Kraftfahrzeug teilnehmen wollen, dessen Abmessungen, Achslasten oder Gesamtgewicht die gesetzlich zugelassenen Grenzen der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) überschreiten, benötigen Sie dafür eine spezielle Erlaubnis/Genehmigung nach § 70 Abs. 1 (StVZO) und nach § 29 Abs. 3 Straßenverkehrs-Ordnung (StVO). Spezielle Ausnahmegenehmigungen gibt es auch für besondere Ladungen nach § 46 Abs. 1 Nr. 5 (StVO).

     

    Zudem gibt es Regelungen zur Fahrzeitbeschränkung, wenn starker Berufspendelverkehr oder ein anderes erhöhtes Verkehrsaufkommen auf der vorgesehenen Transportstrecke zu dem Zeitpunkt herrscht. Je nach Befahrbarkeit und statischer Belastbarkeit der Fahrbahnen, werden nur bestimmte Strecken freigegeben.

     

    Hinweis: Als registrierter Antragsteller können Sie auch das elektronische Registrierungs- und Anmeldeverfahren VEMAGS nutzen, um eine Genehmigung zu beantragen.

  • Nacht-/Sonntagsfahrverbot

    Grundsätzlich dürfen an Sonn- und Feiertagen LKWs mit einem zulässigen Gesamtgewicht von über 7,5 Tonnen zwischen 0 und 22 Uhr nicht verkehren. Wenn Sie trotzdem dringend eine Fahrt durchführen müssen, benötigen Sie dafür eine Ausnahmegenehmigung. Einige Ausnahmefahrten sind vom Fahrverbot grundsätzlich ausgeschlossen.

  • Räumliche Sondergenehmigungen: Umweltzonen

    Informationen zu den Regelungen in Umweltzonen und zur Feinstaubplakette erhalten Sie unter dem Begriff „Feinstaubplakette“ in der Unternehmenslage Fuhrpark.

  • Tachograf (Fahrtenschreiber)

    Dieses digitale Kontrollgerät zeichnet Lenk- und Ruhezeiten, Lenkzeitunterbrechungen sowie zusätzlich gefahrene Kilometer und die gefahrene Geschwindigkeit auf. Tachografen sind für neue Kraftfahrzeuge (die ab 1.5.2006 zugelassen sind) vorgeschrieben, die entweder zur Güterbeförderung (bei einem Gesamtgewicht inkl. Anhänger über 3,5t) oder zur Personenbeförderung (bei mehr als 9 Sitzplätzen inkl. Fahrer) gewerblich eingesetzt werden.

     

    Die Fahrerkarte, Unternehmenskarte und Werkstattkarte enthalten individuelle Informationen zu Personen, Unternehmen und Fahrzeugen. Näheres zu den gesetzlichen Vorgaben und zu den unterschiedlichen Karten entnehmen Sie nach Ortseingabe Ihres Firmensitzes den unten stehenden Leistungsbeschreibungen.

Übersicht der angebotenen Leistungen

Um die entsprechenden Verwaltungsleistungen anzuzeigen und weitere Informationen über die Verfahren nachzulesen, geben Sie nun auf der linken Seite den Ort Ihres Firmensitzes ein. Nach erfolgter Ortseingabe werden die für Sie relevanten Verfahren aus Ihrem Landeszuständigkeitsfinder aufgelistet. Sollte das gesuchte Verfahren nicht enthalten sein, so ist dies durch Ihr Bundesland noch nicht hinterlegt. 

Bitte geben Sie einen Ort an, damit die entsprechenden Verwaltungsleistungen angezeigt werden können.