Verwaltungsdurchklick

Gefährliche Abfälle/Sonderabfälle (Nachweisverfahren)

Gefährliche Abfälle sind solche Abfälle, die in besonderem Maße gesundheits-, luft- oder wassergefährdend, explosionsgefährlich oder brennbar sind. Diese Abfälle entstehen überwiegend in industriellen und gewerblichen Produktionsprozessen und werden auch als Sonderabfälle bezeichnet.

Sonderabfälle sind im Europäischen Abfallkatalog (EAK) bzw. in der Abfallverzeichnisverordnung (AVV) vom 10.12.2001 aufgeführt.

Die Entsorgung gefährlicher Abfälle ist speziell in der Nachweisverordnung des Bundes vom 20.10.2006 geregelt. Bevor ein gefährlicher Abfall transportiert werden darf, hat mittels Entsorgungsnachweis eine Vorabkontrolle zu erfolgen.

Hinweis: Auf den Internetseiten des Umweltbundesamtes sind Sonderabfälle, gefährliche Abfälle und besonders überwachungsbedürftige Abfälle gelistet.

    Sie haben hier die Möglichkeit, sich über folgende Themen zu informieren:

  • Ansprechpartner Sonderabfälle (BW, HE, RLP)

    Baden-Württemberg: Die SAA Sonderabfallagentur Baden-Württemberg GmbH (SAA GmbH) überwacht im Rahmen der Nachweisverordnung als zentrale Stelle in Baden-Württemberg die Entsorgung von gefährlichen Abfällen. Die SAA ist bei grenzüberschreitenden Abfallverbringungen für die Durchführung von Notifizierungsverfahren zuständig, wenn die Beförderung der Abfälle in Baden-Württemberg beginnt oder die Abfälle in Baden-Württemberg erstmals behandelt, gelagert oder abgelagert werden.

    Kontakt: SAA Sonderabfallagentur Baden-Württemberg GmbH

     

    Hessen: Die Regierungspräsidien sind mit ihren Umweltabteilungen Ansprechpartner für den Themenkomplex „Bau- und Gewerbeabfall“ und den damit im Zusammenhang stehenden Fragestellungen. Sie sind die zuständigen Entsorgerbehörden für Abfallentsorger mit Entsorgungsanlagen im jeweiligen Dienstbezirk. Für die Metropolregion Rhein-Neckar ist das Regierungspräsidium Darmstadt zuständig.

    Kontakt: Regierungspräsidium Darmstadt 

     

    Rheinland-Pfalz: Die SAM Sonderabfall-Management-Gesellschaft Rheinland-Pfalz mbH (SAM mbH) ist zentraler Ansprechpartner aller Erzeuger und Entsorger von Sonderabfällen in Rheinland-Pfalz. Unter Fachaufsicht des Ministeriums für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung nimmt die SAM unter anderem folgende Aufgaben wahr:

    • Zentrale Stelle für die Lenkung und Kontrolle der Sonderabfallströme vom Erzeuger zum Entsorger
    • Erteilung von Behördenbestätigungen für Entsorgungsnachweise
    • Durchführung des Notifizierungsverfahrens bei grenzüberschreitenden Abfallverbringungen
    • Beratung über Möglichkeiten zur Vermeidung, Verminderung und Verwertung von Sonderabfällen

    Kontakt: SAM Sonderabfall-Management-Gesellschaft Rheinland-Pfalz mbH (SAM mbH)

  • Elektronisches Abfallnachweisverfahren (eANV)

    Laut Abfallnachweisverordnung wurde ab 1. April 2010 für alle am Prozess der Entsorgung gefährlicher Abfälle Beteiligten die elektronische Nachweisführung zur Pflicht – dies gilt für Abfallerzeuger, -entsorger, -beförderer und die zuständigen Behörden. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit hat zur Einführung des eANV einen Leitfaden herausgebracht. Der nächste Schritt erfolgte am 1. Februar 2011 – seit diesem Zeitpunkt ist zwingend die Nutzung der elektronischen Signatur anstelle der schriftlichen Unterschrift vorgeschrieben.

     

    Das eANV beinhaltet die Bestandteile

    • Vorabkontrolle
    • Verbleibskontrolle
    • Registerführung
    • Qualifizierte elektronische Signatur

     

    Ausführliche Informationen erhalten Sie in der zugehörigen Leistungsbeschreibung für Ihr Bundesland.

     

    Hinweis:  Informationen zur qualifizierten elektronischen Signatur finden Sie auf den Internetseiten der Bundesnetzagentur, eine verkürzte Darstellung auch auf dem Verwaltungsdurchklick in der Unternehmenslage "Öffentliche Vergabe".

  • Elektroschrott/Sonderabfälle

    Für die Entsorgung von E-Schrott und ähnlichen Problemstoffen gibt es für gewerbliche Abfallerzeuger keine gesonderten Vorschriften und Regelungen. Hier greifen die gleichen Vorgaben, wie auch bei Privathaushalten. Zu beachten ist dabei das Elektro- und Elektronikgesetz, kurz ElektroG.

     

    Diesem Gesetz unterliegen zwei europäische Richtlinien. Es handelt sich zum einen um die Richtlinie 2002/96/EG und zum anderen um die Richtlinie 2002/95/EG des Europäischen Parlaments. Diese sind auf die umsichtige und rationelle Verwendung der natürlichen Ressourcen ausgerichtet und sollen das Recycling von Elektro- und Elektronik-Altgeräten stärken. Die Richtlinien können Sie sich auf der Seite des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) herunterladen.

  • Zentrale Koordinierungsstelle der Länder (ZKS-Abfall)

    Bei der ZKS-Abfall handelt es sich um eine technische Infrastruktur (virtuelle Poststelle), die sich im Aufbau befindet und die Abwicklung des elektronischen Abfallnachweisverfahren (eANV) im Sinne eines „länderübergreifenden und bundesweit einheitlichen Datenaustauschs“ ermöglicht. Das elektronische Nachweisverfahren ist seit dem 1. April 2010 für die Entsorgung gefährlicher Abfälle verpflichtend.

     

    Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite der ZKS-Abfall. Der Support der ZKS-Abfall ist erreichbar unter der Telefonnummer 09001 042010 (99ct/Min. aus dem deutschen Festnetz).

Übersicht der angebotenen Leistungen

Um die entsprechenden Verwaltungsleistungen anzuzeigen und weitere Informationen über die Verfahren nachzulesen, geben Sie nun auf der linken Seite den Ort Ihres Firmensitzes ein. Nach erfolgter Ortseingabe werden die für Sie relevanten Verfahren aus Ihrem Landeszuständigkeitsfinder aufgelistet. Sollte das gesuchte Verfahren nicht enthalten sein, so ist dies durch Ihr Bundesland noch nicht hinterlegt. 

Bitte geben Sie einen Ort an, damit die entsprechenden Verwaltungsleistungen angezeigt werden können.