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Hochqualifizierte

Sie sind eine Hochschule oder ein Unternehmen, das einen Hochqualifizierten beschäftigen möchte?

Hochqualifizierte sind Personen, an denen zur Besetzung von Spitzenpositionen in Wirtschaft und Wissenschaft aufgrund ihrer überdurchschnittlich hohen beruflichen Qualifikation ein besonderes wirtschaftliches und gesellschaftliches Interesse besteht. Es handelt sich um Schlüsselpositionen, die auch zu komplementären, positiven Beschäftigungseffekten führen können.

Zur Gruppe der Hochqualifizierten zählen insbesondere:

  • Wissenschaftler mit besonderen Fachkenntnissen
  • Lehrpersonen in herausgehobener Position oder
  • wissenschaftliche Mitarbeiter in herausgehobener Position. 

Hinweis: Lehrpersonen in herausgehobener Position sind insbesondere Lehrstuhlinhaber. Wissenschaftliche Mitarbeiter haben dann eine herausgehobene Position, wenn sie eigenständig und verantwortlich Projekt- oder Arbeitsgruppen leiten.

Zu den Hochqualifizierten zählen auch Spezialisten und leitende Angestellte mit besonderer Berufserfahrung, die ein Jahresgehalt von mindestens der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung erhalten. Aktuelle Informationen zur Beitragsbemessungsgrenze erhalten Sie auf der Homepage der Deutschen Rentenversicherung.

Lesen Sie nachfolgend, welche besonderen Regelungen für hochqualifizierte Arbeitnehmer gelten.

Wählen Sie hier je nach Staatsangehörigkeit die zutreffende Personengruppe aus:

  • Nicht-EU-Bürger

    Hochqualifizierte aus einem Nicht-EU-Land (Ausnahmen gelten für Bürger aus Australien, Israel, Japan, Kanada, der Republik Korea, Neuseeland und den Vereinigten Staaten von Amerika) müssen zur Einreise ein nationales Visum beantragen, mit dem die Arbeitsaufnahme dann unmittelbar nach der Einreise stattfinden kann.

     

    Vor Ablauf des Visums muss der Hochqualifizierte bei der Ausländerbehörde zum weiteren Aufenthalt und zur weiteren Erwerbstätigkeit einen entsprechenden Titel beantragen. Durch seinen Status als Hochqualifizierter kann Ihr Arbeitnehmer hier statt einer (befristeten) Aufenthaltserlaubnis direkt eine unbefristete Niederlassungserlaubnis beantragen.

    Hierzu muss bereits im Visumverfahren ein konkretes Arbeitsangebot vorliegen und es muss anzunehmen sein, dass die Integration in die Lebensverhältnisse in Deutschland und die Sicherung des Lebensunterhaltes ohne staatliche Hilfe gewährleistet ist.

     

    Hinweis: Liegen die Voraussetzungen für eine Niederlassungserlaubnis nicht vor oder unterschreitet der Spezialist oder leitende Angestellte die Gehaltsgrenze, so muss er eine Aufenthaltserlaubnis zum Zweck der Beschäftigung beantragen.

     

     

    Deutschkenntnisse: Aufgrund seines Status als Hochqualifizierter muss Ihr hochqualifizierter Arbeitnehmer bei Einreise keinen Nachweis von Deutschkenntnissen erbringen. Dasselbe gilt auch für seine Familienangehörigen bei einem Familiennachzug.

  • Ausnahmeregelungen für Bürger aus Australien, Israel, Japan, Kanada, der Republik Korea, Neuseeland und den Vereinigten Staaten von Amerika

    Ein Hochqualifizierter aus Australien, Israel, Japan, Kanada, der Republik Korea, Neuseeland und den Vereinigten Staaten von Amerika benötigt für die Einreise kein Visum. Er muss allerdings einen gültigen Reisepass besitzen.

    Nach der Einreise muss sich der hochqualifizierte Arbeitnehmer innerhalb einer Woche bei der Meldebehörde seines Wohnortes anmelden.

     

    Um in Deutschland als Hochqualifizierter arbeiten zu können, benötigt Ihr Arbeitnehmer einen entsprechenden Aufenthaltstitel, den er bei der Ausländerbehörde beantragen muss.

    Durch seinen besonderen Status als Hochqualifizierter kann er bei der zuständigen Ausländerbehörde statt der einer (befristeten) Aufenthaltserlaubnis direkt eine unbefristete Niederlassungserlaubnis beantragen. Dazu muss der Hochqualifizierte bereits vor der Einreise über ein konkretes Arbeitsplatzangebot verfügen und es muss anzunehmen sein, dass die Integration in die Lebensverhältnisse in Deutschland und die Sicherung des Lebensunterhaltes ohne staatliche Hilfe gewährleistet ist.

     

    Hinweis: Liegen die Voraussetzungen für eine Niederlassungserlaubnis nicht vor oder unterschreitet der Spezialist oder leitende Angestellte die Gehaltsgrenze, dann muss er eine Aufenthaltserlaubnis zum Zweck der Beschäftigung beantragen.

     

    Beachten Sie: Eine Arbeitsaufnahme darf erst dann erfolgen, wenn die Niederlassungserlaubnis erteilt wurde.

    Dies bedeutet zwangsläufig, dass für die Zeit des Antragsverfahrens keine Beschäftigung stattfinden kann. Um eine Arbeitsaufnahme direkt nach der Einreise zu ermöglichen, ist es empfehlenswert, dass Hochqualifizierte der oben privilegierten Nationalitäten dennoch vor Einreise einen Visumantrag stellen, mit dem die Arbeitsaufnahme dann unmittelbar stattfinden kann.

    Aus dem Ausland heraus kann ein Aufenthaltstitel, der zur Arbeitsaufnahme berechtigt, nur als nationales Visum (D-Visum) beantragt werden, da Aufenthaltstitel und Arbeitserlaubnis nicht getrennt erteilt werden können.

    Nähere Informationen zur Erteilung des D-Visums finden Sie hier in der Kategorie „Hochqualifizierter“ unter dem Menüpunkt „Nicht-EU-Bürger“.

    Nach Einreise und vor Ablauf des Visums muss der Hochqualifizierte dann seine Niederlassungserlaubnis beantragen.   

     

    Deutschkenntnisse: Aufgrund seines Status als Hochqualifizierter muss Ihr Arbeitnehmer bei Einreise keinen Nachweis von Deutschkenntnissen erbringen. Dasselbe gilt auch für die Familienangehörigen bei einem etwaigen Familiennachzug.

Übersicht der angebotenen Leistungen

Um die entsprechenden Verwaltungsleistungen anzuzeigen und weitere Informationen über die Verfahren nachzulesen, geben Sie nun auf der linken Seite den Ort Ihres Firmensitzes ein. Nach erfolgter Ortseingabe werden die für Sie relevanten Verfahren aus Ihrem Landeszuständigkeitsfinder aufgelistet. Sollte das gesuchte Verfahren nicht enthalten sein, so ist dies durch Ihr Bundesland noch nicht hinterlegt. 

Bitte geben Sie einen Ort an, damit die entsprechenden Verwaltungsleistungen angezeigt werden können.