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Beschäftigung

Sie haben vor einem Geflüchteten ein Beschäftigungsverhältnis zu ermöglichen? Die Erlaubnis zur Beschäftigung ist abhängig vom jeweiligen Aufenthaltsstatus, die Sie den unten stehenden Ausklappmenüs entnehmen können. Hier erfahren Sie alles Wissenswertes zur Einstellung:

Für die Aufnahme einer Beschäftigung muss eine Frist von drei Monaten ab Antragstellung des Asyls eingehalten werden. Für die Dauer der Aufenthaltserlaubnis genießen anerkannte Flüchtlinge einen freien Zugang zum Arbeitsmarkt - wohingegen Geduldete und Geflüchtete mit laufendem Asylverfahren nur einen eingeschränkten Zugang zum Arbeitsmarkt besitzen. Ausführliche Informationen zur Zulassung zum deutschen Arbeitsmarkt erhalten Sie auf der Webseite der Arbeitsagentur.

Möchten Sie konkret einen Geflüchteten beschäftigen, können Sie die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit oder das Portal Workeer nutzen, dass sich speziell auf die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt konzentriert.

Für Unternehmen gibt es Möglichkeiten der Förderung: Der „Eingliederungszuschuss“ (EGZ) unterstützt Unternehmen bei der Einstellung von Mitarbeiter-/innen, in deren Fällen von einer erschwerten Vermittlung ausgegangen werden muss. Die „Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung“ (MAG) können zur Orientierung im Beruf dienen und sind auf ein sechswöchiges Praktikum begrenzt. Die „Förderung der beruflichen Weiterbildung“ kann für kleinere und mittlere Unternehmen beantragt werden und soll ungelernte Beschäftigte weiterbilden. Hierbei können Arbeitgeber einen Zuschuss zum Arbeitsentgelt erhalten. Um eine solche Maßnahme zu erhalten, müssen Sie den Arbeitgeberservice der für Ihr Unternehmen zuständigen Agentur für Arbeit kontaktieren.

Hinweis: Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag hat einen ausführlichen Leitfaden erstellt, der alle nötigen Informationen zur Integration von Flüchtlingen in Ausbildung und Beschäftigung enthält. Darin finden Sie alle Antworten zum Thema Aufenthaltsstatus und -dauer, Beschäftigung, Ausbildung, Praktikum, Anerkennung ausländischer Abschlüsse, Sprachförderung sowie zur Integration vor Ort.

Informationen bietet auch das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (KOFA), das eine Übersicht zu den verschiedenen Arten von Stellen, für die Sie mit Flüchtlingen Verträge schließen können sowie eine Broschüre mit Handlungsempfehlungen zur Beschäftigung von Flüchtlingen erstellt hat

Hinweis: „In Arbeit“ ist ein Angebot der „Initiative Neue Qualität der Arbeit“, das kleine und mittlere Unternehmen bei der Zusammenarbeit mit Geflüchteten unterstützt. Das Angebot richtet sich an Unternehmen, die bereits Geflüchtete beschäftigen und bietet praxisorientierte Hilfestellung und erprobte Lösungsansätze rund um das Thema Integration im Betrieb sowie Beratung durch deutschlandweit vertretene Ansprechpartner.

Hinweis: Die folgenden Reiter sind nach Aufenthaltsstatus gegliedert. Um zu erfahren, welchen Status Ihr Bewerber hat, benötigen Sie das Aufenthaltsdokument des Geflüchteten. Eine Kopie dieses Aufenthaltsdokumentes muss für die Dauer der Ausbildung im Betrieb aufbewahrt werden.

    Hier haben Sie die Möglichkeit sich über folgende Themen zu informieren:

  • Personen mit einer Aufenthaltserlaubnis

    Anerkannte Flüchtlinge, subsidiär Schutzberechtigte und Personen, bei denen die Ausreise aus humanitären Gründen nicht erfolgt, haben einen uneingeschränkten Zugang zum Arbeitsmarkt. Sie benötigen keine Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit und der Ausländerbehörde zur Ausübung einer Beschäftigung.

  • Personen mit Aufenthaltsgestattung oder Ankunftsnachweis

    Personen mit einer Aufenthaltsgestattung oder einem Ankunftsnachweis dürfen erst nach dreimonatigem Aufenthalt eine Beschäftigung aufnehmen. Zudem darf die Person nicht mehr in einer Erstaufnahmeeinrichtung leben. Wenn ein konkretes Arbeitsplatzangebot vorliegt, muss sich der Geflüchtete an die Ausländerbehörde wenden, die für die Ausstellung einer Beschäftigungserlaubnis zuständig ist. Dafür muss der Geflüchtete der Ausländerbehörde den Arbeitsvertrag sowie eine Stellenbeschreibung aushändigen. Die Ausländerbehörde prüft dann, auch unter Heranziehung der Arbeitsagentur (Arbeitsmarktprüfung), ob eine Beschäftigungserlaubnis erteilt werden kann. Dies ist der Fall, wenn sowohl die Ausländerbehörde als auch die Arbeitsagentur der Beschäftigung zustimmen.

     

    Hinweis: Die sogenannte Vorrangprüfung wird in den Agenturbezirken der gesamten Metropolregion Rhein-Neckar bis 2019 ausgesetzt und stellt somit kein Hindernis mehr für eine Beschäftigung eines Geflüchteten dar. Dies bedeutet jedoch nicht, dass eine Erlaubnis der Ausländerbehörde entbehrlich ist.

    Sie können den Geflüchteten dabei unterstützen die Stellenbeschreibung auszufüllen.

  • Personen mit einer Duldung

    Der Zugang zum Arbeitsmarkt ist für einen Geduldeten eingeschränkt und darf auch erst nach drei Monaten Aufenthalt in Deutschland gewährt werden. Für Geduldete aus sicheren Herkunftsstaaten gilt allerdings ein generelles Beschäftigungsverbot. Personen mit eingeschränktem Zugang zum Arbeitsmarkt müssen die Ausländerbehörde kontaktieren. Diese ist für die Ausstellung einer Beschäftigungserlaubnis zuständig. Dafür muss der Geduldete den Arbeitsvertrag sowie eine Stellenbeschreibung der Ausländerbehörde aushändigen. Die Ausländerbehörde prüft dann, auch unter Heranziehung der Arbeitsagentur (Arbeitsmarktprüfung), ob eine Beschäftigungserlaubnis erteilt werden kann. Dies ist der Fall, wenn sowohl die Ausländerbehörde als auch die Arbeitsagentur der Beschäftigung zustimmen.

     

    Hinweis: Die sogenannte Vorrangprüfung wird in den Agenturbezirken der gesamten Metropolregion Rhein-Neckar bis 2019 ausgesetzt und stellt somit kein Hindernis mehr für eine Beschäftigung eines Geflüchteten dar. Dies bedeutet jedoch nicht, dass eine Erlaubnis der Ausländerbehörde entbehrlich ist.

    Sie können den Geduldeten beim Ausfüllen der Stellenbeschreibung unterstützen.

Übersicht der angebotenen Leistungen

Um die entsprechenden Verwaltungsleistungen anzuzeigen und weitere Informationen über die Verfahren nachzulesen, geben Sie nun auf der linken Seite den Ort Ihres Firmensitzes ein. Nach erfolgter Ortseingabe werden die für Sie relevanten Verfahren aus Ihrem Landeszuständigkeitsfinder aufgelistet. Sollte das gesuchte Verfahren nicht enthalten sein, so ist dies durch Ihr Bundesland noch nicht hinterlegt. 

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