Verwaltungsdurchklick

Ausbildung

Wenn Sie einem Geflüchteten eine Ausbildung in Ihrem Betrieb ermöglichen möchten, finden Sie hier erste nützliche Informationen.

Möchten Sie einem Geflüchteten die Chance auf einen Ausbildungsberuf geben, können Sie die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit, die IHK-Lehrstellenbörse, die HWK-Lehrstellenbörse oder das Portal Workeer nutzen, dass sich speziell auf die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt konzentriert. Der Leitfaden „Integration von Flüchtlingen in Ausbildung und Beschäftigung“ der IHK bietet weitere Informationen und liefert einen guten Überblick. Des Weiteren hält das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (KOFA) eine Übersicht zu Ausbildungsangeboten und Förderungsmaßnahmen sowie eine Broschüre mit Handlungsempfehlungen zur Ausbildung von Flüchtlingen bereit.

Für Unternehmen gibt es die Möglichkeit der Förderung von Ausbildungen:
Die „Einstiegsqualifizierung“ (EQ) ermöglicht dem Unternehmen, den neuen Mitarbeiter und dessen Fähigkeiten besser kennen zu lernen. Die EQ kann über einen Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten stattfinden. Das Unternehmen kann mit Zuschüssen zur monatlichen Vergütung gefördert werden. Weitere Informationen erhalten Sie bei den IHKen oder HWKen der Metropolregion Rhein-Neckar:

Die „Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung“ (MAG) können zur Orientierung im Ausbildungsberuf dienen, sind aber auf ein sechswöchiges Praktikum begrenzt. Geduldete sowie anerkannte Flüchtlinge können zudem einen Antrag auf „ausbildungsbegleitende Hilfen“ (abH) stellen, wodurch die Kosten für eine assistierte Ausbildung übernommen werden. Um eine solche Maßnahme zu erhalten, müssen Sie den Arbeitgeberservice der für Ihr Unternehmen zuständigen Agentur für Arbeit kontaktieren. Weitere Informationen finden Sie außerdem auf der Website und in der Broschüre "Ausbildungsbegleitende Hilfen" des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS).

Hinweis: Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag hat einen ausführlichen Leitfaden erstellt, der alle nötigen Informationen zur Integration von Flüchtlingen in Ausbildung und Beschäftigung enthält. Darin finden Sie alle Antworten zum Thema Aufenthaltsstatus und -dauer, Beschäftigung, Ausbildung, Praktikum, Anerkennung ausländischer Abschlüsse, Sprachförderung sowie zur Integration vor Ort.

Hinweis: Die folgenden Reiter sind nach Aufenthaltsstatus gegliedert. Um zu erfahren, welchen Status Ihr Bewerber hat, benötigen Sie das Aufenthaltsdokument des Geflüchteten. Eine Kopie dieses Aufenthaltsdokumentes muss für die Dauer der Ausbildung im Betrieb aufbewahrt werden.

    Hier haben Sie die Möglichkeit, sich über folgende Themen zu informieren:

  • Personen mit Aufenthaltserlaubnis

    Anerkannte Flüchtlinge, subsidiär Schutzberechtigte und Personen, bei denen die Ausreise aus humanitären Gründen nicht erfolgt, haben einen uneingeschränkten Zugang zum Arbeitsmarkt. Sie benötigen keine Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit und der Ausländerbehörde zur Ausübung einer Ausbildung.

  • Personen mit Aufenthaltsgestattung oder Ankunftsnachweis

    Personen mit Gestattung oder einem Ankunftsnachweis können erst drei Monate nach Äußerung des Asylgesuchs eine Genehmigung zur Aufnahme einer Ausbildung erhalten. Wenn ein konkretes Ausbildungsangebot vorliegt, kann die Ausländerbehörde nach dieser Frist die Genehmigung zur Ausbildung erteilen. Der Auszubildende darf allerdings nicht mehr in einer Erstaufnahmeeinrichtung leben.

  • Personen mit einer Duldung

    Wenn ein konkretes Ausbildungsinteresse vorliegt, ist zur Frage der Genehmigungsfähigkeit der Ausbildung unbedingt Kontakt mit der Ausländerbehörde aufzunehmen.

Übersicht der angebotenen Leistungen

Um die entsprechenden Verwaltungsleistungen anzuzeigen und weitere Informationen über die Verfahren nachzulesen, geben Sie nun auf der linken Seite den Ort Ihres Firmensitzes ein. Nach erfolgter Ortseingabe werden die für Sie relevanten Verfahren aus Ihrem Landeszuständigkeitsfinder aufgelistet. Sollte das gesuchte Verfahren nicht enthalten sein, so ist dies durch Ihr Bundesland noch nicht hinterlegt. 

Bitte geben Sie einen Ort an, damit die entsprechenden Verwaltungsleistungen angezeigt werden können.