Verwaltungsdurchklick

Vor dem Umzug

Ist die Wohnungssuche erfolgreich verlaufen, so kann man sich der nächsten Herausforderung auf dem Weg in die neue Wohnung stellen: dem Umzug.

Ob Sie aus einer anderen Region zuziehen oder innerhalb der Metropolregion Rhein-Neckar umziehen – meist hat man das Gefühl, sich um tausend Dinge gleichzeitig kümmern zu müssen. Hierbei gilt es, bei der Organisation den Überblick zu behalten und nichts Wichtiges zu vergessen. Deshalb haben wir Ihnen ein paar Tipps und Hinweise zusammengestellt, um Ihnen den Umzug zu erleichtern. Die wichtigsten Punkte sind im Folgenden aufgeführt. Einen umfassenden Überblick, der auch die wichtigsten organisatorischen Aspekte beinhaltet, finden Sie in der Checkliste zum Umzug.

Ziehen Sie mit Kindern um, so sollten Sie rechtzeitig den Platz in einer neuen Kinderbetreuungseinrichtung bzw. den Schulwechsel organisieren, wenn durch den Umzug ein Wechsel notwendig wird.

Sehr wichtig ist die Ummeldung bei der Hausratversicherung, damit auch in der neuen Wohnung der Versicherungsschutz gewährleistet ist.

Bereits vor dem Umzug sollte man sich um die Strom-, Gas- und Wasserversorgung sowie um Telefon, Internet und Kabelanschluss in der neuen Wohnung kümmern, damit pünktlich zum Einzug die Versorgung besteht. Auch ist es ratsam, sich vorzeitig zu informieren, wie die Abfallentsorgung in der neuen Wohnung organisiert ist und, falls nötig, Sperrmüll für den Tag des Umzugs anzumelden. Ebenfalls sollten Sie sich über einen Postnachsendeauftrag Gedanken machen.

Benötigen Sie einen Mietwagen/Sprinter, so ist es angesichts der Vielzahl von Mietwagenanbietern leicht, eine Autovermietungsfirma zu finden und die Mietkonditionen zu erfragen. Sollten Sie an einem Wochenende umziehen, empfiehlt sich die Buchung frühzeitig vorzunehmen. Planen Sie einen Möbelspediteur zu beauftragen, so finden Sie auch diese über die Gelben Seiten oder über eine der vielen Internetseiten zum Thema Umzüge. Dort finden sich zumeist neben Informationen über Möbelspeditionen eine Vielzahl weiterer Informationen und Tipps zum Thema Umzug.

Sie haben hier die Möglichkeit, sich über folgende Themen zu informieren:

  • Abfallentsorgung

    Wenn Sie eine Wohnung oder ein Haus mieten, kümmert sich in der Regel Ihr Vermieter um die Abfallentsorgung und rechnet die anfallenden Gebühren über die Mietnebenkosten ab. Als Hausbesitzer müssen Sie sich selbst um die Bereitstellung von Abfalltonnen kümmern und die Abfallgebühren werden Ihnen direkt in Rechnung gestellt.

     

    In Deutschland ist die Abfallentsorgung Aufgabe der Stadt- und Landkreise. Diese haben je nach Gegebenheit in ihrem Gebiet eigene Abfallsysteme entwickelt, sodass auch die Abfallentsorgung von Ort zu Ort sehr unterschiedlich geregelt sein kann. So fallen auch die Abfallgebühren in den Städten und Gemeinden unterschiedlich aus. Am besten informieren Sie sich daher über die Abfallentsorgung direkt bei Ihrem Stadt- oder Landkreis.

     

    Hinweis: Meist stellen die Stadt- und Landkreise einen Abfallkalender zur Verfügung, in welchem die verschiedenen Abholtermine vermerkt sind.

  • Hausratversicherung

    Jede Person mit eigenem Hausstand sollte sich über den Abschluss einer Hausratversicherung Gedanken machen. Diese Versicherung greift bei Schäden, die durch Feuer, Blitzschlag, Sturm, Hagel, Einbruch, Diebstahl und Leitungswasser verursacht werden. Versichert sind nicht allein Einrichtungsgegenstände und Dinge des alltäglichen Gebrauchs, sondern auch Wertsachen (letztere allerdings meist nur bis zu 20 Prozent der Versicherungssumme).

     

    Hinweis: Erkundigen Sie sich bei Ihrer Versicherung, inwieweit der Versicherungsschutz Ihrer Hausratversicherung für die Dauer des Umzuges auf die neue Wohnung übergeht und ob während des Umzuges der Versicherungsschutz in beiden Wohnungen besteht. Denken Sie daran, dass mit dem Umzug in eine neue – eventuell größere – Wohnung der Umfang (die Versicherungssumme) der Hausratversicherung angepasst werden sollte, damit Sie im Schadensfall keine Unterdeckung feststellen müssen (dazu gibt es Berechnungstabellen bei den Versicherungen).

  • Parkplatzsuche für den Umzugswagen

    Die Suche nach einem Parkplatz für das Umzugsfahrzeug kann unnötigen Stress verursachen. Das oft gängige Vorgehen, mit Hilfe von Stühlen und Absperrband oder Ähnlichem den Platz freizuhalten, soll hier nicht empfohlen werden, da dieses einen Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung darstellt und rechtliche Folgen nach sich ziehen kann. Man kann jedoch bei seiner Stadt- oder Gemeindeverwaltung die Einrichtung einer Halteverbotszone beantragen.

     

    Beachten Sie, dass Sie die Schilder selbst aufstellen müssen - dies wird nicht von der Stadt/Gemeinde übernommen. Sie können die Schilder entweder entleihen oder käuflich erstehen. Oft gibt es auch Firmen, die die Beantragung und das Aufstellen der Schilder für Sie übernehmen. Wenn Sie eine Umzugsfirma beauftragt haben, kümmert sich diese in der Regel um die Reservierung des Parkplatzes.

  • Postnachsendeauftrag

    Damit Sie auch in der neuen Wohnung Ihre Post gleich zugestellt bekommen, können Sie den Nachsendeservice der Deutschen Post nutzen, der Ihre Briefe und Pakete an die aktuelle Adresse weiterleitet. Den erforderlichen Nachsendeauftrag können Sie persönlich oder schriftlich in den Filialen der Deutschen Post oder auch online stellen. Ein Nachsendeauftrag hat wahlweise eine Gültigkeitsdauer von sechs oder zwölf Monaten und sollte spätestens fünf Tage vor dem Umzug beantragt werden. Die Kosten für die Nachsendung von Briefen erfahren Sie auf den Seiten der Deutschen Post AG. Für die Nachsendung von Päckchen und Paketen fallen zusätzliche Kosten an.

     

    Hinweis: Beachten Sie jedoch, dass Briefe und Pakete, die andere gewerbliche Postdienstleister zustellen, nicht in jedem Fall an die neue Adresse weitergeleitet werden.

  • Schulen und Kinderbetreuung

    Möchten Sie Ihre Kinder in einer Kinderkrippe oder Kindertagesstätte betreuen lassen, so sollten Sie sich so früh wie möglich vor dem Umzug über die Angebote in Ihrer Nähe informieren. Es ist empfehlenswert, Kontakt zur Leitung der gewünschten Einrichtung aufzunehmen und nach dem Angebot an Betreuungsplätzen und den erzieherischen Schwerpunkten zu fragen. Erkundigen Sie sich, ob es eine Warteliste gibt und erfragen Sie dort die Anmeldeformalitäten.

     

    Es kann je nach Bundesland und abhängig vom bestehenden Angebot in den Kommunen unterschiedlich geregelt sein, inwieweit Wahlfreiheit hinsichtlich der Kinderbetreuungseinrichtung besteht. Fragen Sie am besten bei dem zuständigen Jugendamt bzw. den jeweiligen Betreuungseinrichtungen vor Ort nach. Bedenken Sie, dass es neben Gemeinden und Zweckverbänden eine Vielzahl weiterer, privater Träger von Kinderbetreuungseinrichtungen und qualifizierter Tagesmütter gibt.

     

    Wenn Sie ein schulpflichtiges Kind haben, so müssen Sie es in der alten Schule ab- und in der neuen Schule anmelden. Bei Grundschulen gelten besondere Bestimmungen. Hier kann Ihr Kind nicht frei auswählen. In der Regel besuchen Kinder die Grundschule, in deren Schulbezirk die Eltern wohnen oder ihren ständigen Aufenthalt haben. Im Ausnahmefall kann Ihr Kind auf Antrag den Schulbezirk wechseln und in einer anderen Grundschule zugelassen werden. Ein Schulbezirkswechsel muss in der Schule oder Schulaufsichtsbehörde beantragt und in der Regel von der unteren Schulaufsichtsbehörde genehmigt werden.

  • Sperrmüll-Entsorgung

    Sperrmüll sind nicht verwertbare, sperrige Abfälle, die aus Privathaushalten stammen und die nach zumutbarer Zerkleinerung nicht in den Restmüllbehälter passen. Als Sperrmüll werden zum Beispiel Altholz, Betten, Matratzen, Polstermöbel, Schrankteile, Tische, Stühle, Stehlampen, Spiegel, Koffer, Bügelbretter und Gartenmöbel angenommen. Für Altholz, Altautos und Elektroschrott gibt es eigene Regelungen zur getrennten Erfassung und Verwertung dieser Abfälle. 

     

    Was über den Sperrmüll genau entsorgt werden darf, darüber informieren Sie sich bitte bei Ihrem Stadt- oder Landkreis. Die meisten Stadt- und Landkreise geben Abfallkalender heraus, in denen, bei regelmäßiger Abholung, die Abfuhrtermine für Sperrmüll oder die Abholung vor Ort beschrieben sind. Bei einer gesonderten Abholung zu einem außerplanmäßigen Termin müssen Sie diesen - zumeist telefonisch - anmelden. In einigen Kommunen und Städten kann man auch den Sperrmüll direkt bei einer Sperrmülldeponie abliefern - hier werden die fälligen Gebühren meist nach Gewicht berechnet. Wertstoffe, wie Kunststoffe mit grünem Punkt, Glas, Papier oder Pappe sind beispielsweise kostenfrei.

     

    Hinweis: Falls bei Ihrem Umzug Sperrmüll anfällt, denken Sie rechtzeitig daran, sich um dessen Abholung zu kümmern.

  • Strom-, Gas- und Wasserversorgung

    Wenn Sie eine Wohnung oder ein Haus beziehen, benötigen Sie in Ihrem neuen Heim natürlich Strom, Wasser und warme Räume. Die kommunalen Versorgungsunternehmen bieten diese Dienstleistungen aus einer Hand, sodass Sie sich nur einmal an- bzw. ummelden müssen. Seit der Liberalisierung des Strommarktes kann es sich allerdings lohnen, auch die Tarife anderer Stromanbieter zu prüfen. Bei den Portalen Stromtarife.de, energieinitiative.org und Verivox finden Sie nicht nur Nachrichten und Hintergrundinformationen rund um den Strommarkt, sondern können auch die Tarifangebote bundesweiter Stromanbieter für Privathaushalte und Ökostrom vergleichen. Das Finanzvergleichsportals finanzvergleich.de bietet Ihnen neben der Möglichkeit, unterschiedliche Strom- und Gasanbieter miteinander zu vergleichen, auch weitere Informationen rund um die Themenbereiche Energie, Finanzierung, Versicherungen, Altersvorsorge, Kredite und Konten.

     

    Hinweis: Achten Sie darauf, den zuständigen Versorgungsunternehmen rechtzeitig Ihren Auszug aus der alten Wohnung beziehungsweise den Einzug in die neue Wohnung mitzuteilen und den Versorgungsvertrag für Ihre alte Wohnung fristgerecht zu kündigen. Bei einem Großteil der Versorgungsunternehmen ist es möglich, dass Sie an Ihrem Auszugstag in der alten Wohnung und am Einzugstag in der neuen Wohnung den aktuellen Zählerstand von Gas, Strom, Fernwärme und Wasser selbstständig ablesen und dem zuständigen Versorgungsunternehmen mitteilen. Kleinere Versorgungsunternehmen vereinbaren häufig mit Ihnen einen Termin zur Ablesung der Zählerstände.

     

    Sind Sie Mieter einer Wohnung, lesen Sie die aktuellen Zählerstände am besten im Beisein des Vermieters ab und halten Sie das Ergebnis schriftlich in einem Übergabeprotokoll fest. Den Versorgungsunternehmen Ihrer alten Wohnung sollten Sie Ihre neue Anschrift mitteilen, damit Ihnen die Schlussrechnungen zugestellt werden können. Überprüfen Sie Ihre Schlussrechnungen auf Richtigkeit der Angaben. Wenn Sie den Versorgungsunternehmen Ihren Umzug nicht mitteilen, bleibt das Vertragsverhältnis bestehen und Sie sind auch weiterhin für die Bezahlung der anfallenden Kosten verantwortlich.

  • Telefon-, Internet- und Kabelanschluss

    Bei einem Umzug sollten Sie Ihren alten Telefonanschluss mindestens eine Woche vor dem Umzugstermin schriftlich kündigen. Für die Abmeldung Ihres Telefonanschlusses werden keine Gebühren erhoben. Denken Sie auch daran, Ihrer Telefongesellschaft mitzuteilen, an welche Adresse die Abschlussrechnung geschickt werden soll.

     

    Für Ihren neuen Wohnsitz benötigen Sie bei Ihrer Telefongesellschaft einen neuen Telefonanschluss. Für die Neuanmeldung wird eine einmalige Anschlussgebühr erhoben, unabhängig davon, ob Sie Ihre alte Rufnummer beibehalten oder eine neue Rufnummer beantragen. Die Kosten sind von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich.

     

    Sollte der Vormieter seinen Anschluss noch nicht gekündigt haben, können Sie diesen übernehmen. Das geht in der Regel schneller, als die Freischaltung eines neuen Anschlusses. Ebenso können Sie, wenn es bereits einen Nachmieter für Ihre alte Wohnung gibt, ihren bestehenden Telefonanschluss auf diesen übertragen.

     

    Darüber hinaus ist rechtzeitig die Ummeldung bei Ihrem Internetanbieter vorzunehmen, sollte es sich hierbei nicht um Ihre Telefongesellschaft handeln. Zudem ist abzuklären, ob der Internetdienst auch in Ihrer neuen Wohnung verfügbar ist. Einige Anbieter stellen dazu Eingabefelder auf ihren Internetseiten bereit, auf der die Versorgungsmöglichkeit einer Adresse geprüft werden kann.

     

    Verfügen Sie über einen Kabelanschluss, so müssen Sie diesen bei einem Umzug kündigen beziehungsweise ab- oder ummelden. Sollte in Ihrer neuen Wohnung bereits ein Kabelanschluss vorhanden sein, können Sie diesen – auch telefonisch – ummelden. Wenn der Kabelanschluss über den Vermieter abgerechnet wird, sind Sie in der Regel als Mieter von diesen Meldeformalitäten befreit.

     

    Hinweis: Organisatorisch ist die Nutzung von Kombi-Angeboten, also Internet-, Kabel- und Telefonanschluss aus einer Hand, sicherlich von Vorteil. Dies muss aber nicht die kostengünstigste Variante sein.

     

    Betreiber von Internet-, Kabel- und Telefonanschlüssen in Ihrer Gemeinde im Überblick:

    Internetseite zum Breitbandatlas 

Übersicht der angebotenen Leistungen

Nachdem Sie Ihren Wohnort ausgewählt haben, können Sie hier weitere Informationen zu den beschriebenen Verfahren nachlesen. Sollte das gesuchte Verfahren nicht enthalten sein, so ist dies für Ihr Bundesland noch nicht hinterlegt.

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