Verwaltungsdurchklick

Kinderbetreuung

Möchten Sie Ihre Kinder betreuen lassen, so sollten Sie sich möglichst früh über die Angebote in Ihrer Nähe informieren und dann eine Entscheidung treffen, welche Betreuungsform für Ihr Kind die Richtige ist. Die Auswahl an Möglichkeiten ist heute vielfältig. Es ist empfehlenswert nach der Entscheidung, Kontakt zur Leitung der gewünschten Einrichtung aufzunehmen und nach dem Angebot an Betreuungsplätzen und nach den erzieherischen Schwerpunkten zu fragen. Dann wissen Sie schnell, ob diese Angebote Ihren Vorstellungen entsprechen. Erkundigen Sie sich, ob es eine Warteliste gibt und welche Anmeldeformalitäten erfüllt werden müssen.

Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe sind gesetzlich dazu verpflichtet, für Kinder unter drei Jahren und Grundschulkinder ausreichend Betreuungsplätze anzubieten. Jedes Kind ab dem 2. Lebensjahr hat sogar einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter gibt in einem veröffentlichten Arbeitspapier fachliche Empfehlungen zur Qualität der Bildung, Erziehung und Betreuung der unter Dreijährigen in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege.

Sie haben hier die Möglichkeit, sich über folgende Themen zu informieren:

  • Kindertageseinrichtungen

    Kinder ab zwei Jahren können Kindertageseinrichtungen (Kinderkrippen, Kindergärten oder Horte) besuchen. Die Angebote sind auf die besonderen Bedürfnisse von Kleinkindern abgestimmt. In Kinderkrippen wird in enger Zusammenarbeit der Fachkräfte mit den Eltern die Grundlage für eine gesunde körperliche und seelische Entwicklung von Kleinkindern geschaffen. Ab dem dritten Lebensjahr bis zur Einschulung können Kinder einen Kindergarten besuchen.

     

    Ein Kind hat vom vollendeten dritten Lebensjahr an bis zum Schuleintritt einen Anspruch auf einen Kindergartenplatz – der Besuch ist jedoch freiwillig. Der Rechtsanspruch gilt für deutsche und ausländische Kinder, soweit diese berechtigt sind, sich in Deutschland aufzuhalten.

     

    Die Träger der Einrichtungen können staatlich, kirchlich oder privat sein.

  • Kindertagespflege (in geeigneten Räumen)

    Die Tagespflege bietet Kindern vor allem in den ersten Lebensjahren eine familiennahe Betreuung, bei der die individuellen Bedürfnisse besonders berücksichtigt werden können. Die Tagesmutter hat die Möglichkeit und die Zeit, sich einzelnen Kindern zuzuwenden. Bei der Betreuung in einer Tagespflegestelle mit bis zu fünf Kindern können Gruppenerfahrungen im kleinen, überschaubaren Rahmen gemacht werden.

     

    Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend stellt auf dem Portal "Handbuch Kindertagespflege" umfassende Informationen und Materialien zur Kindertagespflege zur Verfügung, unter anderem ein Kurzprofil zur Kindertagespflege

  • Schulkindbetreuung

    Sind Ihre Kinder im Schulalter, können Sie auf Betreuungsangebote der Schulen außerhalb des Unterrichts zurückgreifen. Ob und welche Betreuung angeboten wird, entscheiden die Schulträger beziehungsweise die freien Träger (z.B. Fördervereine) aufgrund des bestehenden Bedarfs. Oft bestehen Angebote wie die flexible Nachmittagsbetreuung, das Modell der verlässlichen Grundschule sowie Horte und Ganztagsschulen.

  • Versicherung

    Ihr Kind ist während des Besuchs einer Tageseinrichtung gesetzlich unfallversichert. Dieser Versicherungsschutz ist für Sie beitragsfrei. Die Kosten übernehmen Länder, Gemeinden und Gemeindeverbände. Voraussetzung ist, dass es sich um eine staatlich anerkannte Tageseinrichtung handelt, die der Betreuung, Bildung und Erziehung des Kindes dient. Dazu zählen insbesondere Kinderkrippen, Kindergärten, Horte, Kindertagesstätten und allgemein- oder berufsbildende Schulen.

     

    Kinder sind auch während der Betreuung durch geeignete Tagespflegepersonen versichert. Voraussetzung ist die Feststellung der Eignung der Tagespflegeperson durch das zuständige Jugendamt.

     

    Der Versicherungsschutz umfasst auch den Weg von und zu der Einrichtung sowie zu Veranstaltungen der Tageseinrichtungen oder Schulen, die außerhalb der regulären Öffnungszeiten und an anderen Orten stattfinden. Nicht versichert sind hingegen die rein privaten Tätigkeiten, wie beispielsweise Unterbrechungen der Wege zum privaten Zweck.

     

    Keine gesetzliche Unfallversicherung besteht für private Freizeitangebote, Frühförderstätten und Förderstätten sowie für Kinder- und Wohnpflegeheime.

Übersicht der angebotenen Leistungen

Nachdem Sie Ihren Wohnort ausgewählt haben, können Sie hier weitere Informationen zu den beschriebenen Verfahren nachlesen. Sollte das gesuchte Verfahren nicht enthalten sein, so ist dies für Ihr Bundesland noch nicht hinterlegt.

Bitte geben Sie einen Ort an, damit die entsprechenden Verwaltungsleistungen angezeigt werden können.