Verwaltungsdurchklick

Finanzierung

Mit dem Beginn einer Aus- oder Weiterbildung sowie eines Studiums stellt sich ebenso die Frage der Finanzierung. Eine Ausbildung in einem Unternehmen wird vergütet. Wie viel man in einer Ausbildung verdient, hängt von mehreren Faktoren ab, wie z.B. dem Arbeitgeber und der Branche, in der man tätig ist. Wenn das Ausbildungsgehalt nicht ausreicht, gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich seine Ausbildung beziehungsweise seinen Lebensunterhalt zu finanzieren.

Im dualen Studium erhält der Studierende durch den Arbeitgeber ebenfalls ein Ausbildungsgehalt. Des Weiteren übernehmen manche Arbeitgeber die Studienbeiträge. Dies ist allerdings von Arbeitgeber zu Arbeitgeber unterschiedlich. Auch hier bestehen weitere Möglichkeiten zur Finanzierung des Studiums/der Lebenshaltungskosten.

In einem Vollzeitstudium verdient der Studierende kein Geld. Wer studiert, muss allerdings zu jedem Semester einen Semesterbeitrag zahlen, der den Verwaltungskostenbeitrag, den Sozialbeitrag für das Studentenwerk sowie einen Beitrag für die Studierendenschaft der Hochschule umfasst. In diesem Fall muss der Studierende einen Weg finden, sein Lebensunterhalt sowie die Studienkosten zu finanzieren.

Für die Finanzierung der Ausbildung sowie des Studiums gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Sie haben hier die Möglichkeit, sich über folgende Themen zu informieren:

  • BAföG (Bundesausbildungsförderungsgesetz)

    Die Förderung nach BAföG ermöglicht es Schülerinnen und Schülern sowie Studierenden vom Staat finanzielle Unterstützung für ihre Ausbildung zu erhalten, wenn die jeweilige soziale und wirtschaftliche Situation zur Finanzierung nicht ausreicht. Die Förderung erfolgt dabei zu 50% als staatlicher Zuschuss und zu 50% als zinsloses Darlehen, das fünf Jahre nach Ablauf der Förderungshöchstdauer in Raten zurückgezahlt werden muss.

  • Stipendium

    Die finanzielle Förderung durch Stipendien hilft Studierenden ihr Studium zu finanzieren und gegebenenfalls zusätzlich zur finanziellen Förderung weitere Unterstützung durch Seminare oder Netzwerke zu erhalten. Im Gegensatz zum BAföG muss der Studierende die finanzielle Förderung eines Stipendiums nicht zurückzahlen. Voraussetzung für ein Stipendium sind vor allem gute Noten, eine besondere Begabung beziehungsweise Eignung für das gewählte Studienfach sowie politisch-gesellschaftliches Engagement.

  • Bildungs-/Studienkredit

    Der Bildungskredit ist ein Programm der Bundesregierung, das gemeinsam mit der KfW Bankengruppe angeboten wird. Es ermöglicht eine einfache, zinsgünstige sowie einkommens- und elternunabhängige Förderung für Studierende. Voraussetzung für einen Bildungskredit ist, dass der Studierende volljährig, aber nicht über 36 Jahre alt ist, und an einer staatlichen oder staatlich anerkannten deutschen Hochschule studiert. Die Beantragung ist zusätzlich zum BAföG möglich.

    Des Weiteren ist eine Studienfinanzierung mit Hilfe eines Studienkredits möglich, wie beispielsweise der der KfW. Hierbei unterscheiden sich Angebote wie Studiendarlehen, Bildungsfonds und Studienkredite.

  • Nebenjob

    Eine weitere Möglichkeit, sich sein Studium zu finanzieren beziehungsweise neben der Ausbildung noch etwas dazu zu verdienen, besteht durch Jobben. Wer eine Ausbildung absolviert, darf jedoch lediglich einer geringfügigen Beschäftigung nachgehen. Der Arbeitgeber der Ausbildung muss über diese Nebentätigkeit informiert werden. Ein Nebenjob darf nur dann von ihm verweigert werden, wenn es sich um ein Konkurrenzunternehmen handelt oder die Arbeitsleistung in der Ausbildung darunter leidet.

    Wer studiert, hat mehr Möglichkeiten einer Beschäftigung nachzugehen, um sein Studium sowie Lebensunterhalt zu finanzieren. Studierende haben nicht nur die Möglichkeit eine geringfügige Beschäftigung aufzunehmen, sie können ebenso eine mehr als geringfügige Beschäftigung aufnehmen wie beispielsweise ein Werkstudentenjob von 20 Stunden die Woche während der Vorlesungszeit. Dabei ist auch auf Steuern und Versicherungen sowie Abzüge vom Bruttoeinkommen zu achten. Grundsätzlich gilt jedoch, dass der Fokus auf dem Studium liegen soll, weshalb mehr als 20 Arbeitsstunden die Woche während der Vorlesungszeit nicht zu empfehlen sind. Eine Übersicht zu Nebentätigkeiten gibt die Bundesagentur für Arbeit auf ihrer Webseite.

    Ebenfalls haben Studierende die Möglichkeit durch vergütete Praktika sich etwas Geld dazu zu verdienen. Informieren Sie sich im Voraus wie dies mit Steuern und Versicherungen geregelt ist.

  • Kindergeld

    Grundsätzlich sind die Eltern von Studierenden während deren Ausbildung berechtigt Kindergeld zu beziehen. Anspruchsberechtigt sind diejenigen, die weder eine Berufsausbildung noch ein Studium abgeschlossen haben, unabhängig davon, wie viel sie arbeiten und verdienen. Diejenigen mit abgeschlossener Berufsausbildung oder Studium sind nur dann anspruchsberechtigt, wenn die wöchentliche Arbeitszeit 20 Stunden nicht überschreitet, sie einer geringfügigen Beschäftigung nachgehen oder sie sich in einem Ausbildungsverhältnis befinden wie z.B. Juristen oder Lehrer im Referendariat. Der Anspruch auf Kindergeld besteht bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres.

    Nähe Informationen zum Kindergeld und ob Sie alle Voraussetzungen erfüllen, können Sie im Merkblatt des Bundeszentralamtes für Steuern nachlesen.

Übersicht der angebotenen Leistungen

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